Prävention & Gesundheit

Was ist Präventionssport?

Der Begriff Präventionssport oder auch Gesundheitssport wird in den letzten Jahren immer häufiger und zum Teil auch völlig zusammenhanglos in die unterschiedlichsten Gesprächsrunden eingebracht.

Laut Wikipedia  bezeichnet man Prävention nach der Definition im Lehrbuch Prävention und Gesundheitsförderung, herausgegeben von Klaus Hurrelmann und Mitarbeitern (Verlag Huber, 2014) als Maßnahmen zur Abwendung von unerwünschten Ereignissen oder Zuständen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreffen könnten, falls keine Maßnahmen ergriffen werden. Prävention setzt voraus, dass Maßnahmen zur Verfügung stehen, die geeignet sind, den Eintritt dieser Ereignisse zu beeinflussen. 

Die Prävention rückt seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zunehmend in den Mittelpunkt von Gesundheits- und Sozialpolitik. Prävention ist in den Bereichen der Medizin ein zentrales Handlungsfeld.
Seit Ende des 20. Jahrhunderts wird daneben auch in Programme zur universellen, selektiven und indizierten Prävention unterschieden. Dabei richtet sich Primärprävention ungezielt und noch vor Eintritt einer konkreten Gefährdung an alle potentiell betroffenen Personen, Primordialprävention insbesondere auf gesellschaftliche Risikofaktoren. Sekundärprävention bezeichnet speziell auf bereits als gefährdet angesehene Personengruppen ausgerichtete Programme, Tertiärprävention bezieht sich auf Intervention nach Eintritt des Ereignisses, die einer weiteren Verschlechterung des jeweiligen Zustandes entgegenwirken sollen. Quartärprävention bezeichnet Maßnahmen zur Rückfallprophylaxe oder auch Strategien zur Vermeidung unnötiger medizinischer Maßnahmen. Losgelöst von der zeitlichen Dimension allein auf die Zielgruppe bezogen richtet sich universelle Prävention an die gesamte Bevölkerung, selektive Prävention an besonders gefährdete Personen und indizierte Prävention an bereits betroffene.

Nach dem Verständnis des Landessportbundes Hessen verfolgt Gesundheitssport das Ziel, durch regelmäßige, systematische sportliche Aktivität die körperliche Funktions- und Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern sowie das Wohlbefinden zu steigern. Weiterhin bietet Gesundheitssport die Möglichkeit, die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und Selbsteinschätzung zu verbessern und Alterungsprozessen entgegen zu wirken, um dadurch die Gesundheit zu stabilisieren.
Die Angebote des Sportvereines richtet sich an Neu- und Wiedereinsteiger, gesundheitsbewusste und -orientierte Menschen, Ausgleich zum Alltag Suchende, Personen ohne spezielle Risiken und behandlungsbedürftige Erkrankungen.

Gesundheitssport beinhaltet nach dem Verständnis des Landessportbundes Hessen folgende drei 

Säulen: 

Säule 1: Allgemein gesundheitsfördernder Sport 

Säule 2: Präventionssport

Säule 3: Rehabilitationssport

Zwei dieser drei Säulen werden im Sportverein Heftrich unter anderem im Rahmen des Präventionssports abgedeckt.
 

In der Säule 1 soll der Erhalt der körperlichen Fitness, allgemeine Stärkung und Förderung der physischen und psychischen Gesundheit, Heranführung zum lebenslangen Sporttreiben;
in der Säule 2 soll die Reduzierung von Bewegungsmangel und Abbauverhaltensbedingter Risikofaktoren durch Erhöhung der organischen Widerstandsfähigkeit über ein systematisch angeleitetes und durchgeführtes Gesundheitstraining, Hilfe zur Selbsthilfe, Heranführung zum lebenslangen Sporttreiben geschult werden.

Lediglich die Säule 3 im Bereich des Rehabilitationssports kann mangels entsprechend ausgebildeter Übungsleiter nicht angeboten werden und gehört nach Meinung des Sportvereines auch in den Bereich der professionellen Therapeuten.

Für die Säule 1 werden im SV Heftrich bereits für alle Altersgruppen im Bereich Fußball, Tischtennis und Tennis entsprechende Übungseinheiten angeboten;
für die Säule 2  bietet der SV Heftrich in seinem Bereich Präventionssportes Nordic Walking und Progressive Muskelentspannung an. 
Im Qualitätssiegel Sport Pro Gesundheit ist der Sportverein Heftrich für den allgemeinen Präventionssport sowie Nordic Walking aufgeführt.

                          Tun Sie sich etwas Gutes, achten Sie auf Ihre Gesundheit – 

                               mit den Präventionskursen des SV 1920 Heftrich e.V.

Der SV 1920 Heftrich beschäftigt sich neben seinen Kerngebieten Fußball, Tennis und Tischtennis auch zunehmend mit der allgemeinen Gesundheitsprävention. Ziel ist, aktive Mitglieder in der Bewegung zu behalten und nicht mehr aktive Mitglieder wieder in Bewegung zu bringen. Selbstverständlich steht das Angebot des SV 1920 Heftrich e.V. auch interessierten Nichtmitgliedern zur Verfügung.

Der Übungsleiter ist in diesen Bereichen gesondert beschult und zertifiziert. 
Die Ausbildung im Bereich Nordic Walking erfolgte im Bereich der Übungsleiterlizenzen C-Breitensport mit Schwerpunkt Nordic Walking und der Übungsleiterlizenz B -Sport in der Prävention im Bereich Gesundheitstraining Herz-Kreislaufsystem-

Im Bereich der Ausbildung Progressive Muskelentspannung erfolgte die Ausbildung über die Bildungsakademie der Landessportbundes Hessen bei einer der in diesem Bereich in Deutschland renommiertesten Institute, dem Gießener Forum und hier durch die wissenschaftliche Leiterin des Gießener Forums, Frau Dr. Cornelia Löhmer.

Nähere Hinweise zu den einzelnen Präventionssportarten können aus den Nachfolgenden Unterpunkten Nordic Walking und Progressive Muskelentspannung entnommen werden.

 

Nordic Walking 

Nordic Walking – aber richtig!

Mit dem SVH etwas für die Gesundheit tun! Bereits im Jahr 2012 hat der SV 1920 Heftrich e.V. sein Projekt Nordic-Walking für Einsteiger gestartet. Die Kurse sowie der wöchentliche Lauftreff erfreuen sich seither großer Beliebtheit. Machen auch Sie mit und tun Sie zusammen mit dem SV 1920 Heftrich e.V. mit Hilfe des qualifizierten Übungsleiters Franz Fischer etwas für Ihre Gesundheit.

Nordic Walking ist ein Ganzkörpertraining für Jedermann.  Es steigert die Kondition und trainiert neben den Beinen effektiv auch die verschiedenen Muskeln des Oberkörpers, verbessert die Beweglichkeit im  Schulter- und Nackenbereich, löst Verspannungen und fördert zudem die Durchblutung.

Sollten Sie Interesse an einem Nordic-Walking-Kurs haben oder aber an unserem wöchentlichen Lauftreff, so wenden Sie sich bitte an unseren Nordic-Walking Übungsleiter Franz Fischer.

Nordic Walking Geschichte

Beim Nordic Walking wird Gehen durch den effektiven Einsatz von 2 Stöcken im Rhythmus der Schritte unterstützt. Die Anfänge dieser Sportart liegen schon länger zurück. Bereits in den 30er Jahren wurden in Deutschland von den Langläufern im Sommer- und Herbsttraining so genannter Stockgang oder Stocklauf betrieben. Das schnelle Gehen verbesserte die Kondition und so war bereits am Anfang des Winters eine höhere Trainingsintensität möglich. Das Pole Walking (Pole = Skistock) wurde 1992 in der amerikanischen Fachliteratur vorgestellt. Es wurde als Walking mit veränderten Skistöcken zur Unterstützung der typischen Langlauf –Armbewegung erklärt. In weiteren amerikanischen Studien wurden Trainingsreize, Ausdauereffekte und psychologische Profile von Walking mit Stöcken untersucht. Ein Ergebnis dieser Studien war, dass das Nordic Walking in den Bereich der Ausdauersportarten zuzuordnen ist. Das Interesse blieb zunächst sehr gering, da es keine geeigneten Walking-Stöcke gab und die Technik des Nordic Walking nicht weiter entwickelt wurde. Nordic Walking ist eine Ausdauersportart, die seit 1997 in Finnland seine Anhänger findet. Es ist ihre Walkingvariante, die im Sommer zum Tragen kommt. Von den Spitzenathleten aus den Bereichen Biathlon, Langlauf und Nordische Kombination wurde Nordic Walking als Sommertrainingsmethode etabliert. Durch den Einsatz von Stöcken aus einem Carbon-Glasfaser-Gemisch und einem besonderen Handschlaufensystem wird die Armmuskulatur trainiert. 

Für wen ist Nordic Walking geeignet?

Nordic Walking kann generell von jeder Altersgruppe erlernt werden. Denn Tempo und körperliche Anstrengung können individuell an Alter und Trainingsstand angepasst werden. Nordic Walking kann spielend einfach erlernt werden und ist daher nicht nur für Sportler, sondern auch für "Couch-Potatoes" interessant. Mit Nordic Walking können sich vor allem Personen, die bisher wenig Sport getrieben haben oder sogar generell unter Bewegungsmangel leiden, wieder in Form bringen. Das Training ist nicht sehr anstrengend, aber dennoch effektiv: Verspannungen werden gelöst, die Muskeln betätigt, der Fettabbau gefördert, der Stoffwechsel verbessert und das allgemeine Wohlbefinden steigt rapide an. Durch die Verwendung von Oberkörper und Armen während des Trainings werden beim Nordic Walking außerdem Schultern, Nacken und Arme besser durchblutet als normal.

Nicht-Sportler besitzen im Regelfall einen schlechten körperlichen Zustand. Viele Sportarten überfordern Anfänger, da diese nicht die nötige Kondition und Muskelmasse besitzen, um den Belastungen standzuhalten. Mit Nordic Walking kann der Einstieg in andere Sportarten gefunden werden, denn Kondition und Muskelmasse können langsam aufgebaut und verbessert werden. So besitzt Nordic Walking den Vorteil, dass der Energieverbrauch um bis zu 20 Prozent höher als bei anderen Sportarten mit der gleichen Geschwindigkeit ausfällt. Beim Nordic Walking wird ein Großteil der Skelettmuskultur eingesetzt, weshalb das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, deutlich gesenkt wird. Das Herz-Kreislaufsystem wird verbessert, der Blutdruck reguliert sich, Stress wird abgebaut und das Immunsystem wird nachhaltig gestärkt.

Gesundheitliche Aspekte

Bei Fitnessgeräten im Studio sind die Bewegungsabläufe starr vorgegeben, und man trainiert in einem Raum. Dagegen ist Nordic Walking eine Ausdauersportart in der freien Natur. Durch den Einsatz der Stöcke beim Nordic Walking erzielt man im Gegensatz zum normalen Walken bei gleichem Tempo einen 20 Prozent höheren Kalorienverbrauch und eine bessere Sauerstoffaufnahme. Um 40 Prozent steigt der Kalorienverbrauch sogar gegenüber einem Wanderer. Befragte Nordic Walker empfinden den Sport nicht als anstrengend, da die Belastung auf mehr Muskeln verteilt wird. Zum Abnehmen wird diese Ausdauersportart ausdrücklich empfohlen. Bei diesem Training wird der Fettstoffwechsel stärker angeregt, denn nicht alle Muskeln kommen volle Pulle zum Einsatz. Auch bei Personen mit Problemen mit der Wirbelsäule konnten gute Ergebnisse erzielt werden. Es wurden Angestellte mit Beschwerden durch PC-Tätigkeit beobachtet, die an einem Nordic-Walking-Training teilnahmen. Nach einiger Zeit traten bei der Hälfte der Teilnehmer keine Rückenbeschwerden mehr auf. Außer den Beinen wird ebenfalls die Arm-, Schulter-, Brust-, Bauch- und Rumpfmuskulatur trainiert. Die Nacken- und Schultermuskulatur verspannt weniger, wobei dadurch seltener Kopfschmerzen auftreten. Die Stöcke geben einen sicheren Halt auf rutschigem Boden, Eis und Schnee. Durch den Vierfüßlergang beim Nordic Walking werden die Knie, der Rücken und die Gelenke je Stockeinsatz um fünf bis acht Kilo entlastet. Außerdem erzielt der Nordic Walker bergan mit seinen Stöcken eine Art "Vierradantrieb". Beim Bergabgehen wird das Körpergewicht teilweise aufgefangen. Das schont die Gelenke und macht Nordic Walking zu einer sanften Ausdauersportart. Auch in Deutschland sieht man immer mehr Nordic Walker. Viele Menschen mit Übergewicht oder orthopädischen Problemen finden Gefallen an dieser sanften Ausdauersportart. Probieren Sie es doch einfach einmal aus. Vielleicht werden auch Sie die Kniebeschwerden oder das Rückenproblem los. Falls Sie länger keinen Sport betrieben haben oder Übergewichtig sind, befragen Sie zuerst Ihren Arzt. Er wird Sie sicherlich eingehend befragen und entsprechend untersuchen. Falls keine medizinischen Bedenken bestehen, wird er Ihnen bestimmt zu dieser sanften Ausdauersportart raten. 

Warum eignet sich Nordic Walking zum Abnehmen ?

Kaum ein anderer neuer Sport hat in den letzten Jahren so viele neue begeisterte Anhänger gefunden wie Nordic Walking. Diesen Erfolg hat Nordic Walking seiner einfach zu erlernenden Technik und den durch Walking erreichten Zielen, im Besonderen erfolgreiches Abnehmen, zu verdanken

Nicht umsonst sind an sonnigen Tagen Wälder und Parkanlagen von zahlreichen Nordic Walkern bevölkert. Sie alle haben verstanden, dass man nur mit Hilfe sportlicher Bewegung erfolgreich abnehmen kann. Nordic Walking setzt genau hier an und lässt Dank einfacher zu erlernender Technik und geringen Anforderungen an Kondition und Sportlichkeit schnell die ersten überflüssigen Pfunde schmelzen.

Wollen auch Sie dauerhaft abnehmen? Dann lesen Sie auf diesen Seiten viel Wissenswertes über Nordic Walking generell, die Nordic-Walking-ausrüstung und lassen Sie sich für dieses angenehmen und viel versprechenden Sport begeistern. Nordic Walking ist wirklich für fast jedermann geeignet. Egal ob alt oder jung, sportbegeistert oder Sportmuffel. Mit Nordic Walking kann man den Umschwung schaffen und abnehmen.
 

Sportliche Aktivität für Jung und Alt

Egal ob 15 oder 70: Nordic Walking eignet sich für jede Altersklasse. Besonders vorteilhaft ist die Tatsache, dass das Training an die persönlichen körperlichen Bedürfnisse angepasst werden kann. Während der 70-Jährige das Nordic Walking schon fast zum Spaziergang werden lassen kann, können die Energiereserven des 15-Jährigen mit Schwung und Ehrgeiz schnell zum Schwinden gebracht werden. Egal in welchem Alter Nordic Walking ausgeübt wird, dieses verbessert das körperliche Wohlbefinden und trägt zu einer gesunden Lebensweise bei. Beim Nordic Walking verlieren die Teilnehmer nicht so schnell die Lust, da der Sport nicht sehr anstrengend, aber dennoch effektiv ist. Wer Nordic Walking mindestens drei Mal pro Woche ausübt und sich richtig ernährt, kann mit einer schnellen Reduktion überflüssiger Pfunde rechnen.

Einige Argumente die für die Ausdauersportart Nordic Walking sprechen:

  • Das so genannte "laufen" im Haus oder Büro ist nur gehen mit Pausen. Erst ein Training ab 30 Minuten fordert den Kreislauf und verbrennt genug Kalorien. 
  • Beim Nordic Walking kann man sehr gut den Alltagsstress außen vor lassen und entspannen. 
  • Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur die falsche Kleidung. 
  • Nordic Walking ist durch die Stöcke eine sehr gelenkschonende Sportart. 
  • Diese Sportart kann man sehr gut auch in der Gruppe, mit Freunden oder Bekannten betreiben. 
  • Vom Nichtstun werden Muskeln abgebaut, die man besser bewegen sollte. 
  • Gönn` dir Zeit! Kein Tag hat genug Zeit, aber jeden Tag sollten wir uns genug Zeit nehmen. 
  • Für seinen Körper und die Gesundheit sollten wir Zeit haben. 
  • Mit den Stöcken und gutem Schuhwerk hat ein Nordic Walker bereits die Grundausstattung 

Was bringt mir diese Ausdauersportart ?

  • Die Ausdauer wird verbessert. 
  • Eine Gewichtsabnahme ist möglich. 
  • Fett wird abgebaut und der Muskelaufbau wird gefördert. 
  • Nordic Walking ist ein ideales Training für Bauch, Beine und Po. 
  • Das Immunsystem wird durch die Bewegung in freier Natur gestärkt. Man hat seltener eine Erkältung. 
  • Während des Trainings bleibt Zeit zum Nachdenken. 
  • In der Gruppe werden nette Gespräche geführt. 
  • Stress wird abgebaut, ohne dass Sie sich verausgaben. 
  • Körper, Geist und Seele werden ins Gleichgewicht gebracht. Sie schöpfen neue Kräfte. 
  • Sport an der frischen Luft macht Spaß und man kommt der Natur näher. Walkt man an Feldern vorbei, dann nimmt man deren Jahreskreislauf wieder wahr. 

Was spricht besonders für diese Ausdauersportart ?

Zuerst einmal die vier "K"

Kreislauftraining
Koordinationstraining 
Krafttraining 
Kalorienverbrauch

Und des Weiteren: 

geringe Verletzungsgefahr
Zeitaufwand nach Wunsch
geringer Materialbedarf 

Nordic Walking Stöcke

Die Nordic-Walking-Stöcke sind keine Spazier- oder Stützstöcke, wie man sie bei den Wanderern häufig sieht. Die Stöcke sind länger und verfügen über ergonomische Handschlaufen. Beim Nordic Walking werden die Stöcke als Sportinstrument verwendet und der Walker kräftig somit automatisch den Oberkörper. Beim normalen Walken lassen Einsteiger gerne ihre Arme absinken, sei es aus Nachlässigkeit oder aus Scham, als Walker identifiziert zu werden.

Material – Nordic-Walking-Stöcke bestehen aus leichten Materialien wie Carbon, Carbon-Glasfaser-Mischung oder Aluminium. Carbon dämpft besser als Aluminium und ist stabiler. Ein auswechselbarer Gummischutz mindert die Geräusche auf dem Asphalt und absorbiert zusätzlich Schläge.

Durch die ergonomisch geformten Handschlaufen, die noch individuell einstellbar sind, ist der gute Sitz der Stöcke möglich. Achten Sie bei den Stöcken auf links und rechts. Sie führen ihre Hand von unten in die Schlaufe, umfassen den Griff und befestigen den Klettverschluss über dem Handrücken. An der kleinen Schlaufe oben am Nordic Walking Stock können Sie mit dem Klemmkeil die Entfernung vom Griff zur Handfläche einstellen. So ist gewährleistet, dass auch bei geöffneter Hand der Stock an der Handfläche bleibt. 

Nordic Walking Training

Möchten Sie beim Nordic Walking Ergebnisse erzielen, muss man wie immer im Leben Grundsätze beachten. Das regelmäßige Training, die gesammelten Erfahrungen und das Lernen sind erforderlich. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen Menschen. Bei jedem sind die Grundvoraussetzungen anders. Der eine lernt schneller und der andere langsamer, aber alle kommen ans Ziel. So ist das auch mit der Kondition. 

Mit dem Training möchten Sie nun Ihre Muskeln und die Atem- und Kreislauforgane anregen, um die Lebenssäulen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Beginnen Sie mit einer Walkingrunde, die ohne Pause 30 Minuten dauert. Sie sollten leicht ins Schwitzen kommen und das Gefühl haben, dass Sie etwas getan haben. Das Tempo sollten Sie so wählen, dass Sie sich beim Nordic Walking unterhalten können.

1 x Training in der Woche - Stabilisierung Ihrer Kondition
2 x Training in der Woche - Verbesserung Ihrer Fitness
3 x Training in der Woche - bedeutende Verbesserung Ihrer Fitness

Mit gestiegener Kondition verlängern Sie Ihre Walkingzeit. Erfolge sind nicht bei einem Mal Training und über Nacht erzielbar. Nur das regelmäßige Training verändert den Körper, aber es darf auch nicht zu viel des Guten sein. Zu intensives Training kann zu einer Überanstrengung des Körpers führen. Falls Sie ein untrainierter Mensch, über 35 Jahre alt sind oder Übergewicht haben, sollten Sie auf jeden Fall zuerst Ihren Arzt aufsuchen und mit ihm Ihren Gesundheitszustand ermitteln. 

 

 

Progressive Muskelentspannung

Was ist progressiven Muskelentspannung ?

Dazu die nachfolgende Definition aus Wikipedia zur progressiven Muskelentspannung.
Weiter wird  ein Auszug zur Person des Dr. med. Edmund Jacobson, dessen Methode der  progressiven Muskelentspannung im SV Heftrich angeboten wird, angeführt. 
Hieraus kann man ersehen, dass die PME keine „neuzeitliche Technik“, sondern bereits seit ca. 100 Jahren bekannt ist und auch angewandt wird.

Bei der progressiven Muskelentspannung (kurz PME; auch progressive Muskelrelaxation, kurz PMR, progressive Relaxation, kurz: PR, oder Tiefenmuskelentspannung) handelt es sich um ein Verfahren, bei dem durch die willentliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht werden soll. Dabei werden nacheinander die einzelnen Muskelpartien in einer bestimmten Reihenfolge zunächst angespannt, die Muskelspannung wird kurz gehalten, und anschließend wird die Spannung gelöst. Die Konzentration der Person wird dabei auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gerichtet und auf die Empfindungen, die mit diesen unterschiedlichen Zuständen einhergehen. Ziel des Verfahrens ist eine Senkung der Muskelspannung unter das normale Niveau aufgrund einer verbesserten Körperwahrnehmung. Mit der Zeit soll die Person lernen, muskuläre Entspannung herbeizuführen, wann immer sie dies möchte. Zudem sollen durch die Entspannung der Muskulatur auch andere Zeichen körperlicher Unruhe oder Erregung reduziert werden können wie beispielsweise Herzklopfen, Schwitzen oder Zittern. Darüber hinaus können Muskelverspannungen aufgespürt und gelockert und damit Schmerzzustände verringert werden.

Im Sportverein Heftrich wird die progressive Muskelentspannung nach dem US-amerikanischen Arzt Edmund Jacobson angeboten.  
 

Auszug aus „Einführung in die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson“
 von C. Löhmer/R. Standhardt vom Gießener Forum

Die Theorie der Progressiven Muskelentspannung (PME)

Die Progressive Muskelentspannung wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts von dem amerikanischen Arzt und Physiologen Edmund Jacobson (1888 - 1983) entwickelt. In den Laboratorien der Harvard-Universität begann Jacobson 1908 mit seinen Studien zur Progressiven Muskelentspannung. Nach 20jähriger Forschungstätigkeit veröffentlichte er 1929 sein erstes Buch, das sich an Ärzte wandte. Man schlug Jacobson daraufhin vor, Ideen auch für Nicht-Fachleute zu formulieren. Jacobson griff diesen Vorschlag auf und schrieb 1934 das Buch "You Must Relax", das jedoch erst 1990 auch in deutscher Sprache unter dem Titel "Entspannung als Therapie. Progressive Relaxation in Theorie und Praxis" erschienen ist. 

Das ursprüngliche Verfahren von Jacobson ist sehr zeitaufwendig, da er ein detailliertes Üben empfahl, das auch kleine Muskelgruppen einbezieht. Dabei legte Jacobson großen Wert auf die Erkundung der Empfindungen in den jeweiligen Muskelgruppen. Für ihn stand die Wahrnehmung der unmittelbaren Erfahrungszustände im Vordergrund, nicht die Erreichung eines bestimmten Zieles, z.B. Entspannung. Damit unterscheidet sich Jacobson bis heute von den meisten klinischen oder therapeutischen Interventionen, denn er ermutigt die Übenden, keine Energie für die Erreichung es erwünschten Zustandes zu vergeuden, sondern die eigene Wahrnehmung zu schulen und dieser zu vertrauen. Im Laufe der 50iger Jahre wurde die Progressive Muskelentspannung in die Verhaltenstherapie integriert. Der Psychologe Joseph Wolpe vereinfachte und verkürzte die Methode erheblich und baute suggestive Elemente in die PME ein. Auf den Kernaspekt der PME - das nicht strebende, achtsame Element – legte er keinen Wert. Bei der Vermittlung der PME ging es jetzt nicht mehr um die Kultivierung der Achtsamkeit sondern um eine Technik zur Spannungsverminderung. 

In dieser Form setzte sich die Progressive Muskelentspannung im deutschsprachigen Raum in den letzten 25 Jahren immer mehr durch. Mit der Kassenzulassung 1987 ist sie in der Bundesrepublik Deutschland zum Bestandteil der psychosomatischen Grundversorgung in allen Krankenkassen geworden. 

Als systematisches Muskelentspannungstraining fördert die Progressive Muskelentspannung das Körperbewusstsein. Im Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung werden die jeweiligen Körperzustände bewusst wahrgenommen mit dem Ziel, aktiv auf das Zusammenspiel von Anspannen und Loslassen einzuwirken. Beginnende Verspannungen können frühzeitig wahrgenommen und durch aktive Entspannung gelöst werden. Die Progressive Muskelentspannung ist eine effektive vor allem eine leicht erlernbare Methode, durch die eine körperlich-seelische Wohlspannung gefördert wird. Sie ist als Kurzentspannung in alltäglichen Situationen anwendbar und lässt sich wegen der raschen Wirksamkeit gut mit anderen Übungswegen kombinieren. 

Wer die Progressive Muskelentspannung erlernen will, muss lediglich in der Lage sein: 

        1. sich eine bestimmte Zeit auf die Muskeln seines Körpers zu konzentrieren, 

       2. bestimmte Muskelgruppen systematisch anspannen und lockern zu können. 

 Darüber hinaus ist es notwendig, die Progressive Muskelentspannung regelmäßig zu üben, damit der Körper lernt, "automatisch" auf Anspannung mit Entspannung zu reagieren. 

Als Gießener Forum docken wir seit 1990 in unserer Ausbildungs- und Seminararbeit wieder an die ursprüngliche Art der PME-Unterweisung an. Ganz im Sinne Jacobsons vermitteln wir die Progressive Muskelentspannung als Übungsweg zur Kultivierung von Achtsamkeit. Mit jedem Praktizieren der Progressiven Muskelentspannung schulen wir die „reine Wahrnehmung“, nämlich die Fähigkeit, alle Empfindungen unseres Körpers wahrzunehmen, ohne diese zu bewerten oder verändern zu wollen. Auf diese Weise werden wir immer mehr sensibilisiert für das, was sich von Moment zu Moment entfaltet – in unserem Körper, aber auch um uns herum. 

Ansprechpartner

„Wir möchten mit unserem Angebot aktive Mitglieder in der Bewegung halten und nicht mehr aktive Mitglieder wieder in Bewegung bringen. Auch Nichtmitglieder können an unseren Kursen teilnehmen.“

Franz Fischer
Telefon 06126-56789

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